PACO OLMEDO

Paco Olmedo – Posaunist spanischer Herkunft. Seit 2018 ist er Mitglied der «Delirium Edition: organisation for tomorrow’s art».

Zusammen mit dem Delirium Ensemble hat Francisco zahlreiche Werke diverser Komponisten uraufgeführt, wie zum Beispiel Caspar Johannes Walter (Black Rotation I, Black Rotation II, Four Hidings, Chord Images), Demetre Gamsachurdia (Vikarë – musikalisches Theater), Johannes Kreidler (>Music-19<), Oliver Rutz (Dedicated to the conductor), Lina Posėčnaitė (I am not here), Raphaël Belfiore (Means with the sound from their own ends), Chanhee Lim (segment and eternity), Anda Kryeziu (Fumes), Zaneta Rydzewska (no-body).

Francisco war zudem Mitglied des «Labor Beethoven 2020» der Akademie der Künste in Berlin, ein 3-jähriges Projekt, bei dem im Rahmen des 250. Geburtstag Beethovens, Werke von Komponisten aus Basel, Thessaloniki und Tel Aviv uraufgeführt wurden. Zwischen anderen dieser Werken stehen: while bent (für zwei Paetzold-Flöten, zwei Bratschen, Posaune und Harfe) von Faidra Chafta-Douka, Vertical Mirror (für Harfe, E-Guitar, Akkordeon und Posaune mit Tape auf kubischen Lautsprechern) von Eleni Ralli, Trio (für Violine, Harfe und Posaune) von Ari Rabenu, Deactivated Soul I (für Akkordeon, Posaune und Tape) von Manolis Ekmektsoglou, I have never (für Violine, Harfe und Posaune) von Thanos Sakellaridis.

In den Jahren 2017 und 2019 war er zu Gast beim Lucerne Festival. Dort spielte er zusammen mit dem Lucerne Festival Academy Orchestra und den Alumni der Lucerne Festival Orchestra Academy unter der Leitung von Dirigenten wie Heinz Holliger, Matthias Pintscher, George Benjamin und Riccardo Chailly Werke von prominenten Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts. Einigen von diesen Werken sind: Spiegel I-VII für grossesOrchester von Friedrich Cerha, in der ersten vollständigen Aufführung des gesamten Werks; Concerto for Piano and Ensemble von György Ligeti; Utopia III von Thomas Kessler; Palimpsests von George Benjamin; Glut von Dieter Ammann. 2019 wurde er zudem mit dem Fritz-Gerber-Award der Lucerne Festival Academy ausgezeichnet.

Als Orchestermusiker hat er bei Orchestern wie dem Tonhalle Orchester Zürich, dem Orchester Musikkollegium Winterthur, der Philharmonia Zürich und dem Orquesta Sinfónica de Madrid mitgespielt. Er tritt auch professionell auf anderen Instrumenten auf: Von 2014 bis 2018 wurde er jedes Jahr als Basstrompeter des Orchesters von der Tiroler Festspiele Erl engagiert, mit dem er die berühmte Wagners-Tetralogie Der Ring des Nibelungen gespielt hat.

Zudem hat er zahlreiche Kammermusikwerke aufgeführt. Zwischen den wichtigsten stehen: Discours II (für fünf Posaunen) von Vinko Globokar, im Rahmen des Globokar-Symposiums an der Zürcher Hochschule der Künste; Quattro (für zwei Trompeten und zwei Posaunen) von Sofia Gubaidulina, Quadrat (für zwei Trompeten und zwei Posaunen mit virtuellem Dirigenten) von Philippe Kocher.

Sein Interesse für die historische Musikpraxis bewegte ihn im Jahr 2016, Mitglied des Theresia Youth Baroque Orchestra zu werden. Er tritt regelmässig mit historischen Instrumenten mit diversen Ensembles für Alte Musik auf.

Francisco hat an der Zürcher Hochschule der Künste bei David Bruchez, an der Hochschule für Musik Basel bei Mike Svoboda und am Real Conservatorio Superior de Música de Madrid bei Elies Hernandis studiert. Als Lehrer hat er an diversen Musikschulen in der Schweiz und am verschiedenen Konservatorien in Spanien unterrichtet.